Wissenschaftlich nachgewiesen: Beziehungsqualität steigert Leistung2.11.2016

  1. Je besser die Beziehung zwischen Vorgesetztem und Mitarbeitern ist, desto höher ist die Arbeitsleistung. Und desto mehr engagieren sich die Beschäftigten freiwillig. Durch eine gute Arbeitsbeziehung werden Vertrauen und Motivation gestärkt. Das führt dazu, dass sich Mitarbeiter ins Zeug legen – so die Ergebnisse einer neuen Metaanalyse.

     

     

    Robin Martin ist Professor für Organisationspsychologie an der Universität Manchester. Gemeinsam mit Kollegen hat er untersucht, ob die Qualität der Beziehung zwischen Chef und Mitarbeiter die Arbeitsleistung beeinflusst.

    Mehr Vertrauen, bessere Leistung
    Je besser die Beziehungsqualität zum Vorgesetzten, desto mehr leisteten und engagierten sich die Mitarbeiter. Dieser Zusammenhang ist äußerst robust.

    Vertrauen und Motivation erklärten den Effekt. Vertrauen war der Faktor, der den Beziehungseffekt auf die Leistung am besten erklärte und zwar zu 25 Prozent, was die Arbeitsleistung, und zu 94 Prozent, was das freiwillige Engagement anging. Weitere wichtige Variablen waren die Motivation, die Arbeitszufriedenheit und die Beteiligung der Mitarbeiter an Entscheidungen. Zusammengefasst: Wenn sich Chef und Mitarbeiter verstanden, vertrauten die Mitarbeiter ihrem Vorgesetzten, waren motivierter, zufriedener, beteiligten sich und leisteten mehr.

    Die Beziehungsqualität wirkt ursächlich auf die Leistung, nicht umgekehrt.

    Leistung führt nicht dazu, dass sich Chef und Mitarbeiter mehr mögen. Nur eine bessere Beziehungsqualität bestimmte, dass die Leistung zunahm. Die Beziehungsgestaltung zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter war also in der Tat die Ursache für bessere Arbeit.


    Führungsaufgabe: alle lieben
    Die Beziehungsqualität bestimmt also maßgeblich die Arbeitsleistung. Die Forscher raten daher:

    • Beziehungsgestaltung ist erste Pflicht. Führungskräfte „sollten versuchen, mit allen ihren Mitarbeitern gute Beziehungen aufzubauen“. Das ist sozusagen ihre erste Pflicht, da viele weiche (Motivation) und harte Faktoren (Produktivität) davon abhängen.
    • Gute Beziehungen mit allen. Robert Martin und sein Team betonen auch, dass Chefs an der Beziehung zu allen Mitarbeitern arbeiten sollten. Wenn nur wenige gemocht werden, spaltet das ein Team und es kommt zu mehr Konflikten.

    (Aus:  Wirtschaftspsychologie aktuell, 2016. Den gesamten Artikel finden Sie hier.)

    Wie wir diese Erkenntnisse für Ihr Haus nutzen können, bespreche ich gerne mit Ihnen persönlich. Rufen Sie mich an oder schreiben eine Mail - Ich freue mich auf unseren Austausch!

    Langner, Sven
    Langner, Sven
    Dozent/Trainer
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